Datenschutz – nicht immer leicht umzusetzen

Das alt-bekannte Problem, vor dem viele Seiten- und Blogbetreiber stehen, ist die Diskrepanz zwischen Datenschutz und Social-Media-Button.
Es bringt enorm viele Vorteile, seine Inhalte, seine Marke, sein Geschäft über die Social-Medias bekannter zu machen – aber leider auch den Nachteil, dass diese Share-Button unseren Datenschützern (mit Recht) ein Dorn im Auge sind.

Social-Media-Button vs. Datenschutz

Informiert sich ein Nutzer auf Ihrer Seite / Blog, auf der Social-Media-Button zum einfachen Verbreiten der Inhalte angeboten werden, werden von eben diesen Social-Media-Betreibern Daten über das Nutzer- und Surfverhalten gesammelt und analysiert.
Leider ist in den seltensten Fällen erkennbar, welche Daten, wo, wie lange gespeichert werden und wie diese Daten verwertet werden.

Datensammelei kann aber auch einen Mehrwert für uns Internetnutzer bieten

Ein kleines Beispiel: Sie suchten letztens nach Kopfhörern – in der Werbeleiste auf Facebook werden nun Angebote zu diesem Produkt angezeigt, anstatt zum Hauskauf, Autos oder Waschmaschinen.
Da ohnehin Werbung eingeblendet wird, warum dann nicht die, die einen aktuell interessieren könnte?

Dennoch möchten wir wissen wer unsere Daten hat und was mit ihnen geschieht.
Wir möchten nicht einfach “ausspioniert” werden – mit Recht!

Wie kann man nun also Social-Media-Button datenschutzkonform einbinden?

2011 entwickelte das Computermagazin c’t die “Zwei-Klick-Lösung”, welche unsere Datenschützer entspannen ließ, sie aber nicht wirklich zufrieden stellte.
Das Prinzip: Der Nutzer muss zwei mal auf den Share-Button klicken.
Das erste Mal um ihn überhaupt zu aktivieren (und erst dann setzt das Datensammeln ein), der zweite Klick um den gewünschten Vorgang des Teilens auszuführen.
Der Kritikpunkt aus Sicht des Datenschutzes: Es ist für den Nutzer immer noch nicht klar erkennbar was mit seinen Daten passiert, welche nach dem zweiten Klick wie gewohnt gesammelt werden..

Nun veröffentlichte c’t Ende 2014 “Shariff” – ein Ein-Klick-Verfahren.
Hinter den Button stehen keine ausgefeilten Scripte mehr. Der Sever des Seiten-/Blogbetreibers tritt als Zwischeninstanz auf. Über ihn wird der “Like” übermittelt. Die bestehenden “Likes” zu diesem Inhalt werden über den Server abgefragt und am Share-Button ausgegeben.
So besteht keine direkte Verbindung zum Social-Media-Portal mehr.
Der Nutzen für den Seiten- /Blogbetreiber bleibt erhalten.

 

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