Hosting?

Du hast dich also entschieden, deine Webseite mit WordPress zu erstellen und du hast dich auch schon für eine Domain entschieden.
Na denn: Herzlichen Glückwunsch!
Damit reihst du dich in bester Gesellschaft ein, denn auch die Größen wie Vouge, Pepsi, Reuters haben schon längst WordPress für ihre Seiten am Laufen.
Du siehst, es ist nicht die kleine Klick-dir-irgendwas-zusammen-Box … so eine Pillepalle würden erwähnte Größen und deren Kollegen/Konkurrenten nicht nutzen.

Damit deine Webseite/dein Blog gut, stabil und zügig laufen kann, benötigst du als aller Erstes einen Webspace – auch Hosting genannt.
Die Wahl des richtigen Hosters scheint vielen schwer zu fallen. In Foren ist das mit einer der häufigsten Fragen.
Worauf du achten solltest drösel ich dir in diesem Artikel auf. Du kannst dir anschließend auch eine Checkliste zum Ausdrucken herunter laden.

Hosting? Was ist das?

Das ist, ganz lapidar gesagt, ein bisschen Speicherplatz auf einer Festplatte, die über das Internet für die Besucher abrufbar ist.
Auf dieser Festplatte wirst du deine Dateien ablegen, die deine Webseitenbesucher dann aufrufen und betrachten können.

Worauf muss ich achten, wenn ich mir einen Hoster suche?

Sicherheit
Tja, da der Speicherplatz ja über das Internet ansprechbar ist, sollte der Hoster die Möglichkeit bieten bestimmte Zugriffe zu unterbinden.
Du möchtest ja nicht, das Hunz & Kunz durch deine Virtuelle Wohnung stiefeln, wie es ihnen beliebt.
Deine Besucher sollen nur auf das zugreifen können, was du ihnen frei gibst und in deiner Virtuellen Wohnung nicht einfach umstellen können, wie es ihnen beliebt.
Sprich: Besucher sollen deine Webseite aufrufen können, aber nichts an ihr ändern können.
Angucken – aber nicht anfassen 😉

Support
Du solltest auf einen guten Support achten. Auch bei den Besten kann mal etwas nicht ganz rund laufen und dann ist es wichtig, dass du kompetente Ansprechpartner hast, die auch dann reagieren, wenn du sie brauchst – und nicht erst 5 Tage später.
Guter und schneller Support ist aufwendig, hier sparen viele Anbieter gerne mal – zu deinen Ungunsten.

Standort
Datenschutzbestimmungen werden immer heikler und sie zu missachten – auch indirekt und nicht wissend – kann schnell teuer werden.
Es ist daher sinnvoll, dass du dir einen Hosting-Anbieter aussuchst, der seine Server in Deutschland stehen hat und somit selber den deutschen Datenschutzbestimmungen unterliegt. Erfahrungsgemäß sind Anbieter aus dem eigenen Land auch einfacher erreichbar, als diejenigen, die ihren Sitz im Ausland haben.

Technische Daten für den Betrieb von WordPress

Wie bei einem Programm für deinen Computer, gibt es auch für WordPress Systemvoraussetzungen.
Systemvoraussetzungen sind das Minimum, was das System zum Betrieb der Software hergeben sollte um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

Für WordPress sollte dein Hoster folgendes bieten:

  • mind. PHP 5.6
  • mind. MySQL 5.6
  • mind. 128 MB PHP-Memory-Limit
  • genug Speicherplatz für deine Bilder, Fotos, Texte, deine Mails und das WordPress-System mit allen benötigten Plugins
  • TSL/SSL-Zertifikate (https) – gibt es mittlerweile kostenlos

Worauf du noch achten solltest

Performence
Stell dir vor du rufst eine Webseite auf und weißt genau, bis die endlich fertig angezeigt wird kann ich noch kurz Kaffee kochen und mit dem Hund vor die Tür.
Ok ich geb’s ja zu – das Beispiel ist etwas übertrieben aber mal Hand aufs Herz: Für welche Webseite würdest du lange Wartezeiten in Kauf nehmen?
In einer Studie kam heraus, dass durchschnittlich eine Ladezeit bis zu 2 Sekunden toleriert wird. Das empfinden die meisten Surfer schon als langsam!

Was die Performence beeinträchtigt
Abgesehen vom nicht einhalten der zuvor aufgeführten Mindestvoraussetzungen verlangsamt sich eine Webseite auch, wenn man sich den Speicherplatz auf der Festplatte mit zu vielen anderen Kunden teilen muss. Viele Zugriffe bedeuten Verlangsamung. Viele Autos auf der Straße bedeuten Stau. Logisch.
Ein guter Hoster versucht nicht seine Kunden wie die Sardinen auf einer Festplatte zu stapeln, sondern er gibt ihnen Platz. Das Stapeln würde ihm zwar mehr Geld einbringen – kurzfristig, denn wenn du dauerhaft unzufrieden bist, gehst du. Oder?

Ausfallrate
Ist blöd, wenn man ein Telefon hat aber dauern die Leitung tot ist. Blöd, wenn man ein Auto hat das immer wieder nicht anspringen möchte.
Und genauso blöd ist, wenn deine Webseite immer und immer wieder nicht erreichbar ist.
Natürlich sieht man den Anbietern die Zuverlässigkeit nicht am Logo an – aber kurz mal Tante Google befragt, bringt die ein oder andere Referenz zu Tage.

Die lieben Nachbarn
Da sind wir auch gleich beim nächsten Punkt. Die Nachbarschaft ist auch nicht unwichtig.
Landest du bei einem Anbieter, der Billig-Billig-Kunden anzieht die ein Haufen die Fliegen, hast du in deiner virtuellen Nachbarschaft Sex-, Spam- und Wizardseiten.
Das sieht dein Kunde zwar nicht – aber google! Und mit google möchtest du es dir nicht verscherzen. Google soll deine Webseite für super-mega-toll halten.
Wird aber schwer, wenn du mit deinem kleinen Schnuggelhäuschen mitten ins Milieu ziehst.

Trugschluss: Bekannt aus Print & TV = guter Anbieter

Schon sehr viele sind den märchenhaften Versprechungen von “Schnell & Einfach” der ganz großen und bekannten Anbieter auf den Leim gegangen.
Ich meine die, die in ihren TV-Spots damit werben, dass sie “sogar” tolle “Apps wie WordPress” (mir rollen sich die Zehnägel!) in ihren Paketen haben und dass das Erstellen einer Webseite ja jeder Depp im Dunkeln bei Nebel und mit verbunden Augen hinbekommt.
Diese Versprechungen sind genauso ernst zu nehmen wie “durch fest daran glauben einfach Reich in 10 Minuten” oder “Abnehmen ohne etwas dafür zu tun”.

Meine Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass nur sehr wenige Kunden bei diesen Anbietern tatsächlich lange glücklich sind.
Der Ärger und den Aufwand, den man sich mit der falschen Wahl des Hosters antut ist nicht zu unterschätzen. Oftmals bedeutete das, inmitten einer Katastrophe – ja wenn deine Webseite mal nicht richtig funktioniert, empfindest du das als Katastrophe – auch noch ein Umzug zu einem anderen Hoster gemacht wird.
Deshalb suche dir doch am besten gleich von Anfang an einen guten Hoster. Und glaube mir, wenn ich dir sage, dass die auch nicht teurer sind!

Du siehst, den richtigen Hoster zu wählen kann tricky sein. Besonders wenn man nicht regelmäßig damit zu tun hat und somit nicht weiß, warum man explizit achten soll.
Aber soll ich dir etwas verraten?
Ich könnte auch keine guten Wein von einem billigen Fusel unterscheiden und würde, wenn ich ganz ohne Ratschlag kaufen müsste, einfach nach dem Preisschild und dem Bekanntheitsgrad gehen…. eine zweite Essenseinladung würde ich damit vom Weinliebhaber nicht erhalten 😉

Ok. Und wie finde ich nun den richtigen Hoster?

Du kannst viel recherchieren und vergleichen oder du vertraust meinem Urteil (und dem der meisten Kollegen).
Mein Favorit ist all-inkl.com*
auch sehr gut ist Domainfactory*
Beide Anbieter bestechen durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, stabile Technik, schnellen und kompetenten Support, wenige Kunden je Server und haben ihre Server in Deutschland stehen. Bei all-inkl finde ich persönlich die standardmäßig gesetzten Dateirechte etwas besser – was der Sicherheit deiner Webseite zu gute kommt.

Verrate mir doch:
Bist du gerade auf der Suche nach einem guten Hoster und welche Hürden stehlen dir dabei die Zeit?
Oder wenn du schon ein Hosting hast, welche Erfahrungen hast du mit deinem Hoster gesammelt?

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