In meinem letzten Beitrag habe ich dir erklärt, wie du WordPress selbständig auf deinem Host installierst.

Der nächste Schritt ist nun, die Grundeinstellung vorzunehmen.
Bist du bereit?
Super, dann mal los. Logge dich in dein WordPress ein.

Beispielbeitrag und Beispielseite

Bevor du überhaupt irgendeine Einstellung vornimmst, löschst du den Beispielbeitrag und die Beispielseite.
Dazu gehst du im Dashboard auf den Menüpunkt “Beiträge”.
Dort wird dir der Eintrag “Beispielbeitrag” angezeigt. Fahre mit dem Mauszeiger über diesen Eintrag und – hokuspokus – erscheint ein kleines Menü mit verschiedenen Optionen zur Bearbeitung:

Bearbeiten | Löschen

Klicke auf löschen.
Nun wechsle in die Übersicht des Papierkorbes. Hier werden gelöschte Beiträge abgelegt. Fahre wieder mit dem Mauszeiger über den Eintrag und wähle die – wie durch Zauberei erscheinende – Option “endgültig löschen”.

Wiederhole die Schritte mit der Beispielseite, die im Dashboard unter dem Menüpunkt “Seiten” zu finden ist.

Blog/ Webseite

Wenn du deine WordPress-Installation als Webseite nutzen möchtest, lege unter Seiten gleich die Seiten “Startseite” und “Blog” an.
Du kannst die Seiten auch noch leer lassen, aber das Vorhandensein dieser beiden Seiten ist im Verlauf noch wichtig.

Hallo Dolly

Rufe im Dashboard den Menüpunkt “Plugins” auf.
Dort findest du zwei Plugin, die mit der WordPress-Installation mit ausgeliefert und installiert wurden.
“Hello Dolly” lässt in deinem Dashboard Zitate erscheinen. Außer einem eventuellen Spaß- und Lernfaktor, hat diese Erweiterung keinen tieferen Nutzen.
Da bei Erweiterungen “weniger ist mehr” oberstes Gebot ist, löschst du dieses Plugin am besten.
Zum Löschen müssen Plugins deaktiviert sein. Die entsprechenden Optionen erhälst du wieder, wenn du mit dem Mauszeiger über den Eintrag fährst.

Ebenfalls mit der WordPress-Installation wird das Plugin “Askimet” ausgeliefert.
Nutzen von Askimet:
Askimet ist ein Spam-Schutz. Allerdings ist aus datenschutzrechtlichen Gründen der Einsatz in Deutschland nicht ohne weiteres zu empfehlen.
Um diese Erweiterung nutzen zu können, muss eine Lizenz erworben werden.
Wenn du an “Askimet” nicht interessiert bist….. Richtig. Lösche es.
Als Alternative kannst du als Spamschutz das kostenlose Plugin Antispambee installieren.

Die Einstellungen

Weiter unten im Menü des Dashboards findest du den Punkt “Einstellungen”.
Und dort gehst du jetzt die folgenden einzelnen Schritte durch.

> Einstellungen > Allgemein

Titel und Untertitel

Der Titel ist wirklich sehr wichtig! Denn der Titel deiner Seite wird:

  • von den Suchmaschinen ausgelesen und in der Trefferliste als klickbare “Überschrift” ausgegeben
  • beim Speichern der Webseite in den Favoriten angezeigt
  • am Tab im Browser angezeigt

Den Untertitel solltest du auch unbedingt bearbeiten, denn es gibt schon viel zu viele Webseiten mit dem Untertitel “Eine weitere WordPress-Seite“.
Gib hier zum Beispiel deinen Slogan/ Motto ein. Wenn du das nicht möchtest, kannst du den Untertitel auch leer lassen.

WordPress-Adresse und Website-Adresse

Hier ist die Adresse eingetragen, unter der deine WordPress-Installation liegt bzw Webseite erreichbar ist. Du solltest hier keine Änderungen vornehmen.

E.Mail-Adresse

Trage hier deine Mail-Adresse ein, die du für die Administration deiner WordPress-Installation/ deiner Webseite verwenden möchtest.

Mitgliedschaft und Standardrolle neuer Benutzer

Hier solltest du nur dann ein Häkchen setzen, wenn du möchtest dass sich deine Besucher/ Leser registrieren können. In den meisten Fällen ist das nicht der Fall und somit bleibt das Kästchen leer.
Wenn du vor hast Mitgliederseiten zu führen, werden die über ein spezielles Tool realisiert und haben nichts mit dieser “Mitgliedschaft” hier zu tun.
Die Standardrolle steht auf “Abonnent” und das solltest du auch so lassen.

Zeitzone, Datumsformat und Zeitformat

Dürfte soweit klar sein: Wähle hier die Zeitzone, die für deine Webseite/ für dich gilt.
Entscheide, in welcher Schreibweise das Datum und eine Uhrzeit angezeigt werden sollen.

> Einstellungen > Schreiben

Hier kannst du einstellen, ob Emoticons in Grafiken umgewandelt werden sollen.
Falsch verschachteltes XHTML automatisch korrigieren solltest du auf keinen Fall anhaken, da es bei dieser Funktion immer wieder zu unerklärlichen Fehlern kommt.

Standardkategorie und -Beitragsformat

Für deine Blogbeiträge kannst du hier deine Standards auswählen, die greifen, wenn du bei der Erstellung deines Beitrages keine explizite Auswahl triffst.
Da die WordPress-Installation noch Jungfräulich ist, dürftest du bei der Kategorie auch keine andere Auswahl wählen können. Die müssen erst noch erstellt werden, das folgt aber erst später.

Via E-Mail schreiben

Du kannst deine Beiträge auch via Mail erstellen. In der heutigen Zeit von Smartphones macht das aber meiner Meinung nach keinen Sinn. Zum einen kannst du dein Dashboard auch gut über den Browser deines Mobiltelefons aufrufen und anderseits bietet WordPress auch eine App an.
Du sparst dir am Besten also, hier noch eine weitere Tür in die Hausmauer zu schlagen, die Anfällig für Eindringlinge sein kann.

Update Service

Hier ist die URL eingetragen, die von WordPress verwendet wird um die Bloggerwelt über deine Beiträge zu informieren.
Lass diesen Link einfach so stehen.

> Einstellungen > Lesen

> Startseite zeigt

Bei Startseite zeigt stellst du ein, ob auf der Startseite deine neusten Blogbeiträge erscheinen oder ob du deine WordPress-Installation als Webseite verwendest und entsprechend eine Startseite hast.
Um hier eine statische Seite auswählen zu können, muss sie unter “Seiten” erst einmal angelegt werden. Nutzt du eine Startseite und möchtest auch einen Blog zur Webseite betreiben, erstellst du unter “Seiten” auch eine Seite namens “Blog”. Diese Seite bleibt leer und wird hier in diesem Bereich dann als Blogseite definiert. Ich habe es weiter oben schon erwähnt.

Stelle ein, wieviel Beiträge je Seite angezeigt werden sollen. Setze die Zahl nicht zu niedrig, sonst muss dein Leser so viel blättern. Wähle die Zahl aber auch nicht zu hoch, sonst sind die Seiten elendig lang. Fünf oder zehn Beiträge anzeigen zu lassen hat sich bewährt.

Bei Newsfeeds stellst du ein, wieviele Blogbeiträge via RSS angezeigt werden. Das ist besonders interessant, wenn deine Leser zum Beispiel Feedly nutzen.
Da du deine Leser auf deine Seite holen möchtest, solltest du bei zeige im Newsfeed “Kurzfassung” wählen. Dann wird dein Beitrag angeteasert und über einen “mehr lesen”-Link können deine Besucher dann direkt zu deinem Beitrag auf deiner Seite gelangen und den ganzen Beitrag lesen – und da sie schon mal da sind, auch deine anderen Inhalte entdecken 😉

Sichbarkeit für Suchmaschinen ist wichtig. Schließlich möchtest du, dass deine Seite bei google gefunden wird. Solange deine Seite sich aber noch im Aufbau befindet, also eine Baustelle ist, solltest du hier den Haken setzen und google damit bitte, deine Seite jetzt noch nicht listen.
Wenn du deine Inhalte erstellt hast und startklar für das WordWideWeb bist, entferne den Haken wieder.

> Einstellungen > Diskussion

Bei Standardeinstellungen für Beiträge empfehle ich alle drei Häkchen zu setzen. Es ist wirklich sinnvoll, wenn die Autoren verlinkter Beiträge informiert werden, dass du über sie schreibst. Wer weiß, was sich daraus ergeben kann 😉
Erlaube auch Besuchern, deine Beiträge zu kommentieren. Damit schaffst du die Möglichkeit zum Dialog.
Stelle ein, unter welchen Voraussetzungen deine Leser kommentieren können und idealerweise lässt du dich per Mail informieren, wenn ein neuer Kommentar in deinem Blog ist. Dann kannst du keinen Leserbeitrag verpassen und zeitnah reagieren.

Ganz unten auf der Seite kannst du einstellen ob und in welcher Form Avatare zu den Kommentatoren gezeigt werden sollen.

> Einstellungen > Medien

Die voreingestellten Zahlen für die verschiedenen Bildgrößen kannst du so stehen lassen.
Ich empfehle dir jedoch, den Dateiupload nicht in monats- und jahresbasierten Ordnern abzuspeichern. Entferne hier das Häkchen. Dann landen deine hochgeladenen Bilder alle in einem Ordner anstatt in einem Montatsordner, der in einem Jahresordner liegt. Das ist besonders hilfreich, wenn du mal via FTP auf deine Bilder zugreifen und Änderungen vornehmen musst. Zugegeben, das kommt selten vor, aber wenn, ärgerst du dich, wenn du deine Uploads in einem Ordnermeer suchen musst.

> Einstellungen > Permalinks

Hier solltest du auf sogenannte Sprechende Links umstellen.
Das sind URLs im Format http://deineseite.de/beispielbeitrag . Hierbei werden aus den Überschriften deiner Seiten und Beiträge die URLs generiert. Damit kann man am Link schon erkennen, worum es auf der Seite geht.
Nicht nur Google steht drauf 😉
Wähle dazu die Einstellung “Beitragsname”.

Das waren die ersten Einstellungen, die du an deiner WordPress-Installation unbedingt vornehmen solltest, bevor du irgendetwas anderes tust..

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